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Hol dir Dein Zertifikat!

Nach erfolgreicher Teilnahme an mindestens vier Workshops unserer Workshopreihe bekommst Du ein Zertifikat als ausgebildete:r Multplikator:in!

Willkommen bei Sawāʾ – unserem Projekt der Antidiskriminierung!

Mit Sawāʾ starten wir ein aufregendes Projekt, das darauf abzielt, Jugendliche und junge Erwachsene in Moscheegemeinden in Köln und Umgebung zu Multiplikator:innen im Kampf gegen Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zu machen. Durch eine siebenteilige Workshopreihe werden die Teilnehmer:innen geschult, eine klare Haltung gegen jegliche Form von Diskriminierung einzunehmen und die erlernten Inhalte in ihr Umfeld weiterzutragen. Junge Menschen erfahren in ihrem Alltag und im Netz immer häufiger antimuslimische, antisemitische und weitere Formen von Ressentiments. Wir sind uns dieser und ähnlicher gesellschaftlicher Herausforderungen bewusst und stehen mit Sawāʾ entschieden dagegen! Unsere Vision ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Halt zu geben, sie zu stärken und eine inklusivere Zukunft zu gestalten, in der sie gehört, gesehen und empowert werden.

Interesse geweckt? Dann wirf doch mal einen Blick auf die Module!

Zwei Teilnehmer lachen bei einem Modul

Die Module

1. Antimuslimischer Rassismus

Problembewusstsein schaffen

2. Antisemitismus

Sichtbar machen

3. Sexismus

Gehör finden

4. Anti-Schwarzer Rassismus

Verbündete finden und aktivieren

5. Ableismus

Sei eine Stimme!

6. Antiziganismus

Bring dich ein!

7. Social Media, Hate Speech und Menschenfeindlichkeit

Die Module im Detail

1. Problembewusstsein schaffen – Antimuslimischer Rassismus

In diesem ersten Workshop werden die Teilnehmer:innen an das Phänomen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit herangeführt. In einem nächsten Schritt lernen sie Antimuslimischen Rassismus mit seinen unterschiedlichen Ursachen, historischen Kontinuitäten, Erscheinungsformen und Funktionsweisen kennen und kriegen die Gelegenheit, über eigene Erfahrungen und Gefühle zu sprechen. Sie setzen sich mit den Folgen für Betroffene auseinander und erarbeiten gemeinsam Handlungsmöglichkeiten.

2. Sichtbar machen – Antisemitismus

Mit dem Workshop “Sichtbar machen” wird vermittelt, dass gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit am Beispiel des Antisemitismus gesamtgesellschaftlich sichtbar gemacht werden muss, um dieser entgegenwirken zu können. Die Teilnehmer:innen lernen Ursachen, Entwicklungen und Ausprägungen von Antisemitismus kennen und werden befähigt, antisemitischen Äußerungen zu widersprechen.

3. Gehör finden – Sexismus

In diesem Workshop lernen die Teilnehmer:innen, wie sie Sexismus in ihrem Alltag erkennen, was sie dagegen tun können und welche anderen Diskriminierungskategorien bei Sexismus noch mitgedacht werden sollten. Hierfür wird das Konzept der Intersektionalität vorgestellt und am Beispiel von Frauen mit muslimischem Selbstverständnis reflektiert. Im nächsten Schritt werden positive Beispiele und Handlungsmöglichkeiten erarbeitet und Beratungsstellen vorgestellt, die in Fällen von Diskriminierung oder auch Gewalt helfen können.

4. Verbündete finden und aktivieren – Anti-Schwarzer Rassismus

Ein wichtiger Weg in der Begegnung von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ist, sich mit anderen Betroffenen zusammenzutun und gemeinsam aktiv zu werden. Im Workshop “Verbündete finden und aktivieren” wird dies am Beispiel des Anti-Schwarzen Rassismus erarbeitet. Der Workshop thematisiert die Geschichte und Erscheinungsformen des Anti-Schwarzen Rassismus, koloniale Kontinuitäten, weiße ethnozentrische Perspektiven und die Frage, warum Schwarze Vorbilder wichtig für Kinder sind.

5. Sei eine Stimme! – Ableismus

In “Sei eine Stimme!” lernen die Teilnehmer:innen Möglichkeiten des digitalen Engagements am Beispiel von Ableismus kennen. Es wird der Frage nachgegangen, welche Formen von Ableismus existieren und was dieses Thema mit uns zu tun hat. Die Teilnehmer:innen erarbeiten gemeinsam eine Sensibilisierungskampagne digitalen Engagements gegen Hate Speech und Diskriminierung und wissen für behinderte, chronisch kranke und pathologisierte Menschen einzustehen.

6. Bring dich ein! – Antiziganismus

In diesem Workshop wird den Teilnehmer:innen der Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:zze nähergebracht. Dabei werden historische Stereotype sowie neuere Erscheinungsformen besprochen und diskutiert. Zum Abschluss der Handlungsmöglichkeiten der Workshopreihe werden hier unterschiedliche Formen des politischen Engagements gezeigt. Dabei wird auf Petitionen, Nachrichten an Abgeordnete, Beteiligung an Bürgerinitiativen und weitere Formen des Engagements eingegangen und den Teilnehmer:innen die Möglichkeit gegeben, diese verschiedenen Formen des politischen Engagements auszuprobieren.

7. Social Media, Hate Speech und Menschenfeindlichkeit

Im letzten Workshop der Workshopreihe werden die Gefahren und die Tragweite von Hate Speech in den sozialen Medien, insbesondere TikTok, vermittelt. Hierfür werden zunächst sowohl Funktionsweisen und Mechanismen von Social Media als auch deren psychische Auswirkungen besprochen. Im weiteren Verlauf des Workshops wird das Vorgehen auf Social Media menschenfeindlicher Gruppen und Personen anhand des Beispiels von rechten Populist:innen und religiös begründeten Fundamentalist:innen beleuchtet. Die Teilnehmer:innen bekommen damit Instrumente an die Hand, wie Inhalte hinterfragt, Fakten geprüft und Hintergründe wie auch Kompetenzen von Influencer:innen recherchiert werden können, um ein quellenkritisches Denken zu vermitteln.

    FAQ

    Was ist das Ziel des Projekts?

    Das Projekt Sawāʾ möchte Jugendliche und junge Erwachsene in Moscheegemeinden in Köln und Umgebung zu Multiplikator:innen im Kampf gegen Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit machen. Sie kriegen die Möglichkeit, in sicheren Räumen gehört und bestärkt zu werden, um zu handlungsfähigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegen unterschiedliche Formen der Diskriminierung ausgebildet zu werden.

    Wer kann an den Workshops teilnehmen?

    An den Workshops können Besucherinnen und Besucher der ausgewählten Gemeinden und Interessierte mit muslimischem Selbstverständnis teilnehmen.

    Wo finden die Workshops statt?

    Die Workshops werden in drei ausgewählten Moscheegemeinden in und um Köln herum stattfinden. Kontaktiere uns gerne, um nähere Informationen zu erhalten!

    Wie oft und wie lange dauern die Workshops?

    Die Workshops beginnen voraussichtlich Anfang Mai und dauern jeweils ca. 2 Stunden. Sie finden voraussichtlich monatlich in allen drei Moscheegemeinden an Wochenenden statt. Die Workshops werden also in einem Zeitraum von ca. einem halben Jahr in allen drei Gemeinden durchgeführt sein.

    Welche Themen werden in den Workshops behandelt?

    Die Workshops behandeln die Themen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Antimuslimischer Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Anti-Schwarzer Rassismus, Ableismus, Antiziganismus und Hate Speech auf Social Media. Wenn du mehr zu den Modulen erfahren möchtest, dann schau dir gerne die Modulbeschreibungen an.

    Wer sind die Trainer:innen und Expert:innen, die die Workshops leiten?

    Die Workshops leitet unser Projektkoordinator Hubeyb Yöntem. In diesem Rahmen ist er zuständig für die Konzeption und Umsetzung der Sawāʾ-Workshopreihe. Er hat Politik- und Rechtswissenschaften sowie Islamwissenschaft/Arabistik in Münster, Bielefeld und Istanbul studiert. Er arbeitet seit Jahren im Bereich der (politischen) Bildungsarbeit und leitet bundesweit Workshops zu unterschiedlichen Formen der Diskriminierung und Hass im Netz. Yöntem ist darüber hinaus Vizepräsident im Rat Muslimischer Studierender und Akademiker e.V. (RAMSA).

    Ist die Teilnahme an den Workshops kostenpflichtig?

    Nein, die Teilnahme ist kostenlos.

    Wie kann man sich für die Workshops anmelden?

    Kontaktiere uns gerne für eine Anmeldung unter sawa@180gradwende.de

    Gibt es Teilnahmevoraussetzungen für die Workshops?

    Du solltest mindestens 16 Jahre alt und mit muslimischem Selbstverständnis sein.

    Gibt es für Teilnehmer:innen ein Teilnahmezertifikat?

    Ja. Nach erfolgreicher Teilnahme an mind. vier Workshops unserer Workshopreihe bekommst Du ein Zertifikat als ausgebildete:r Multiplikator:in!

    Wer finanziert das Projekt?

    Das Projekt wird finanziert von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

    Gibt es Möglichkeiten, nach Abschluss der Workshopreihe weiterhin aktiv zu bleiben und sich zu engagieren?

    Ja! Wir haben einen NRW-weiten Pool an engagierten Ehrenamtler:innen, die im Rahmen unserer Projekte mitwirken. Wenn du Interesse haben solltest und uns unterstützen möchtest, kannst du gerne auf den Referenten oder auf uns zukommen.

    Wer kann bei Fragen oder Problemen kontaktiert werden?

    Wenn du Fragen oder Anregungen hast, dann schreib uns gerne eine Mail an sawa@180gradwende.de.

    Hubeyb Yöntem

    Hubeyb Yöntem

    Projektkoordinator

    Die Workshops leitet unser Projektkoordinator Hubeyb Yöntem. In diesem Rahmen ist er zuständig für die Konzeption und Umsetzung der Sawāʾ-Workshopreihe. Er hat Politik- und Rechtswissenschaften sowie Islamwissenschaft/Arabistik in Münster, Bielefeld und Istanbul studiert. Er arbeitet seit Jahren im Bereich der (politischen) Bildungsarbeit und leitet bundesweit Workshops zu unterschiedlichen Formen der Diskriminierung und Hass im Netz. Yöntem ist darüber hinaus Vizepräsident im Rat Muslimischer Studierender und Akademiker e.V. (RAMSA).

    Du hast noch Fragen?

    Schreib uns eine E-Mail oder kontaktiere uns telefonisch:

    Mail: sawa@180gradwende.de

    Tel.: 0221 16 83 22 09